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Spinnen Quiz |
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Spinnen
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Arachnida ist der lateinische Name der Spinnentiere. Er geht auf eine griechische Sage zurück, die von einer meisterhaften Weberin namens Arachne erzählt. In ihrem Hochmut forderte diese die griechische Göttin Athene zu einem Wettstreit heraus. Die Spinnenkunde heißt wissenschaftlich Arachnologie. Wissenschafter, die sich mit Spinnen beschäftigen, nennt man Arachnologen. Arachnophobie bezeichnet die panische Angst vor Spinnen. Körperbau: Eine Spinne hat eine zweiteilige Körpergliederung: Am Vorderkörper sitzen 8 Laufbeine, 2 Taster, 8 Augen, sowie ein Paar Giftklauen. Am Hinterleibende befinden sich Spinnwarzen. Im Inneren des Vorderkörpers befinden sich das Gehirn der Spinne, die Giftdrüse, deren Ausgänge in die Spitze der Kieferklauen münden und ein Saug-Magen mit kräftigen Muskeln. Im Hinterleib liegt das schlauchförmige Herz, der Darm, die Bauchlungen, die Geschlechtsorgane und viele verschiedene Spinndrüsen, die in den Spinnwarzen münden. Beutefang: Spinnen fressen hauptsächlich Insekten und andere Spinnen. Durch ihre hohe Bevölkerungsdichte sind sie die wichtigsten Insektenvertilger die wir haben. Spinnen fangen ihre Beute auf recht unterschiedliche Weise. Es gibt die umherlaufenden, jagenden Spinnen. Diese lauern ihrer Beute auf, um sie dann aus nächster Nähe zu greifen. Oder sie jagen hinter ihrer Beute her um sie dann im Lauf oder Sprung zu überwältigen. Die sesshaften Spinnen warten in ihren Fanggeweben (z.B. Radnetz) auf Beute. Der Vorteil dieser Methode ist, dass auch größere Beute geschlagen werden kann. Fortpflanzung: Bevor das Spinnenmännchen auf Partnerinnensuche geht, spinnt es sich ein kleines Netz und setzt darauf aus seiner Geschlechtsöffnung einen Tropfen Sperma ab. Anschließend saugt er diesen in seinen Bulbus (das dickliche Ende seines Tasters = Spermareservoir und gleichzeitig Paarungsorgan) ein und wird damit paarungsbereit.
Der Paarung geht oft eine komplizierte Balz voraus, wie etwa der Balztanz von Spring- und Wolfspinnen. Die Jagdspinnen überreichen stattdessen ein Paarungsgeschenk in Form einer Fliege. Die Balz hat das Ziel, das Weibchen paarungswillig zu machen, damit es zu keinem „Unfall“ kommt. Schließlich möchte das Männchen nicht versehentlich auf der Speisekarte desWeibchens landen.
Entwicklung: Spinnen beginnen ihr Leben in einem winzigen Ei, das einzeln, meist jedoch mit mehreren (10 – 1000 Eier) zusammen in einem Kokon abgelegt wurde. Dieser Kokon wird von der Mutter aus seidenen Fäden hergestellt. Er schützt die Eier vor Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit, Kälte, Überhitzung oder Räubern. Oft bleibt die Mutter bis zum Schlüpfen der Jungtiere beim Kokon, trägt ihn mit sich herum oder bewacht ihn von einem sicheren Schlupfwinkel aus. Wenn die kleinen Spinnen aus ihren Eiern schlüpfen, sind ihre Organe noch nicht vollständig entwickelt. Deshalb müssen sie noch eine Weile im Kokon bleiben. Nach dem Verlassen des Kokons beginnen sie sofort damit, sich in alle Winde zu zerstreuen. Das geschieht mit einem so genannten Flugfaden. Sind Spinnen giftig?: Jede Spinne besitzt Gift. Andernfalls könnte sie keine Beute erlegen. Allerdings sind für uns Menschen nur ca. 100 Spinnenarten wirklich gefährlich. Die meisten kommen in Australien und den Tropen bzw. Subtropen (z.B. Griechenland) vor. Die wohl bekanntesten Giftspinnen der Tropen sind die Vogelspinne und die Schwarze Witwe. In Mitteleuropa gibt es nur zwei Spinnenarten, die auch uns beißen können - die Kreuzspinne und der Dornfinger. Ihr Gift ist allerdings nicht so stark, dass es uns Menschen wirklich gefährlich werden könnte. Nahrung: Spinnen ernähren sich vor allem von lebenden Arthropoden, meist Insekten. In geringem Umfang können auch tote Tiere und Eier gefressen werden. Die Arten der Gattung Ero (Mimetidae) sind spezialisiert auf den Fang anderer Spinnen, Dysdera frisst bevorzugt Asseln, Callilepis und die Zodarion-Arten Ameisen. Der Giftbiss lähmt das Opfer. Das mittels zweier Pumpen des Verdauungstraktes (Pharynx, Pumpmagen) in eine Wunde gepumpte Verdauungssekret löst dann die inneren Organe auf. Der so entstandene Nahrungsbrei wird von der Spinne mittels spezieller fiederartiger Borsten um der Mundöffnung und einer sog. "Gaumenplatte" gefiltert, wobei durch deren feine Chitinschüppchen alle Partikel von > 1-3 Mikrometer Größe zurückbehalten und anschließend nach außen befördert werden. Dadurch gelangt nur flüssige Nahrung in den Mitteldarm, wo sie gespeichert und/oder resorbiert wird. Die extraintestinale Verdauung bewirkt, dass im Kot kaum feste Bestandteile zu finden sind. Viele Spinnen zerkauen ihre Beute mit Hilfe der bezahnten Klauenfurchenränder der Cheliceren so stark, dass nur ein Klümpchen als Beuterest übrigbleibt. Einige Spinnen (z.B. Thomisidae) saugen ihre Beute hingegen durch die von den Giftklauen herrührenden Einstichlöcher hindurch aus, sodass ein äußerlich nahezu unversehrter Beuterest zurückbleibt. Geeignete Beute wird zu ca. 98 % gefressen, der Beuterest besteht zum Grossteil aus der Kutikula des Beutetieres. Häutung: Spinnen wachsen nicht so wie wir Menschen. Sie entwickeln sich schrittweise, da ihre Außenhaut nicht mitwachsen kann. Und bei jedem Schritt wächst der Spinne ein neues Außenskelett unter dem alten. Irgendwann macht es "kracks" und das äußere Außenskelett wird aufgesprengt. Die Spinne häutet sich und wirft die alte Haut ab. So werden auch verlorene oder beschädigte Beine, Taster, Chelicerenklauen und Spinnwarzen ersetzt. Kleine Spinnen brauchen für die Häutung wenige Stunden, große Spinnen müssen dafür mehrere Tage in Anspruch nehmen. Bis eine Spinne ausgewachsen ist, häutet sie sich fünf- bis zehnmal. Die Phase der Häutung ist für die Spinne äußerst gefährlich, zumal sie ihren Feinden schutzlos ausgeliefert ist. Aber auch bei einer unsachgemäßen Häutung kann sich die Spinne selbst verletzen. Der Vorgang ist daher sehr zeitintensiv, weil die Spinne so vorsichtig wie möglich agieren muss, um heil aus ihrer Hülle zu gelangen.
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